Der neue britische Premierminister Andy Burnham hat kurz nach seiner Ernennung sein erstes Kabinett gebildet und zur ersten Sitzung in die Downing Street 10 gerufen. Wie der Deutschlandfunk berichtet, sagte Burnham den versammelten Ministerinnen und Ministern, sie müssten eine Regierung bilden, die sich für das Thema Lebenshaltungskosten einsetzt und den Menschen das Gefühl gibt, dass Hilfe kommt. Als erste konkrete Maßnahme kündigte er noch am selben Morgen eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Stromrechnungen für Privathaushalte an. Das neue Kabinett besteht aus zwölf Frauen und elf Männern, den Premierminister eingeschlossen.
Während der Deutschlandfunk vor allem auf die sozialpolitische Botschaft blickt, richtet die FAZ den Fokus auf die parteipolitische Choreografie der Personalie (Paywall — nur Anriss): Mehrere frühere Minister kehrten in Burnhams Kabinett zurück – ein Signal, dass der neue Premierminister die Labour-Partei einen wolle. Nur enge Vertraute seines Vorgängers Keir Starmer blieben demnach außen vor.
Beide Berichte zeichnen so gemeinsam das Bild eines Regierungsantritts mit doppelter Botschaft: nach außen eine schnelle, sichtbare Entlastung bei den Energiekosten, nach innen eine vorsichtige Versöhnung der Partei – bei gleichzeitiger klarer Distanzierung von der bisherigen Starmer-Hausmacht.